Aktivitäten zum Weltflüchtlingstag

Den Weltflüchtlingstag am 20. Juni haben auch die Aktiven der IFLA-Sektion Library Service to People with Special Needs (LSN) nicht ungenutzt gelassen. Getreu dem diesjährigen Motto „Every Action Counts“ stellt Nancy Bolt, Vorsitzende der Sektion, in einem Bericht den Stand der Dinge bezüglich ihrer Arbeit an den International Guidelines for Library Services to Refugees, Immigrants, Migrants, and Asylum Seekers vor.

Diese Richtlinien sollen Bibliotheken weltweit bei ihrer Arbeit mit Geflüchteten unterstützen und dabei helfen, geeignete Services aufzubauen, die Sprach- und andere Barrieren abbauen und Geflüchteten das Ankommen in der neuen Heimat erleichtern. Viele Bibliotheken sind hier bereits aktiv. Durch eine Ende 2019 durchgeführte weltweite Umfrage und in Kooperation mit dem Goethe-Institut konnte die LSN-Sektion wichtige Informationen und Hinweise zu praktischen Erfahrungen in der Arbeit mit Geflüchteten in Bibiotheken sammeln, die in die Arbeitshilfe einfließen konnte. Diese ergab, dass die wichtigsten Services Zugang zum Internet sind, Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, Hilfe bei Sprachkursen für Erwachsene und Kinder. Leider gab es auch Rückmeldungen, dass Bibliotheken oftmals Ressourcen für geeignetere Maßnahmen fehlen.

Darüber hinaus wurden Interviews mit Bibliotheken geführt, die bereits Flüchtlingshilfe leisten. Welche Schlüsselrolle Bibliotheken dabei spielen, zeigt eindrucksvoll die Public Library in Denver, die seit 2005 sich aktiv engagiert und Maßstäbe setzt.

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World Refugee Day

IFLA-Arbeitsgruppe launcht FAQs zu Langzeitarchivierung

Die vierzehn PAC-Zentren der IFLA (Preservation and Conservation) mit Mitgliedern aus Bibliotheken weltweit verfügen über ein breites Wissensspektrum zu Fragen der Erhaltung und Bewahrung des kulturellen Erbes. Dieses Wissen soll nun direkter mit dem globalen Bibliothekswesen auf sinnvolle und nützliche Weise in Form einer FAQ-Liste geteilt werden und sind ein guter Start für die Suche nach Tipps, Ressourcen und Beispielen sowie Best Practices für die Erhaltung und Bewahrung des Kulturerbes.

IFLA Preservation and Conservation (PAC) Häufig gestellte Fragen (FAQs).

IFLA-Schulungsreihe zum Coach

Die IFLA-Coaching-Initiative hat mit Hifle von ehrenamtlichen Coaches auf den letzten beiden IFLA-WLIC Kongressen Teilnehmende unterstützt, sich beruflich weiterzuentwickeln, herausfordernde Situationen anzugehen und ihre Ziele durch den Prozess des Coachings zu verwirklichen. Während des Coachinggesprächs erfahren die Teilnehmer auch, wie die Beteiligung an der Arbeit der IFLA dazu beitragen kann, ihre Karriere und ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten zu erweitern.

Im Laufe des Juni 2020 wird ein Online-Coach-Schulungskurs im Rahmen von IFLA Coach Traning Series in Form von aufgezeichneten Webinaren auf dem CPDWL-Blog (steht für die Section Continuing Professional Development and Workplace Learning) in den Sprachen Englisch, Deutsch, Chinesisch und Russisch verfügbar sein. Ende Juni und im August werden die Webinare live stattfinden.

Die IFLA-Coaching-Initiative ist eine Zusammenarbeit zwischen den Sektionen für berufliche Weiterbildung und Lernen am Arbeitsplatz (CPDWL) sowie der Sektion Management und Marketing. Aufgrund des positiven Feedbacks hat sich ein ein klarer Bedarf und Nachfrage nach kontinuierlicher Unterstützung und Erweiterung der IFLA-Coaching-Initiative bestätigt.

Geplant und durch geführt werden die Schulungen von Vera Keown. Sie ist Mitglied in der Sektion Management und Marketing, Bibliothekarin an der kanadischen University of Manitoba in Winnipeg und als Leadership Coach zertifiziert.

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Neue Initiative #IFLAfromHome – wherever you are

Mit der neuen Initiative #IFLAFromHome reagiert der internationale Bibliotheksverband IFLA auf die aktuelle Ausnahmesituation, wie auch die Absage des Weltkongresses im August in Dublin. Unter dem Hashtag #IFLAFromHome können künftig via Social Media und E-Mail Tools, Ideen und Ressourcen geteilt werden, um auch in Zeiten ohne internationalen Fachaustausch von einem starken und vereinten globalen Bibliotheksumfeld zu profitieren.

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Call for Papers: IFLA-Journal-Sonderausgabe zu Archivierungs- und Konservierungsstrategien

Gesucht werden Best Practices von Fachleuten zu Fragen von physischer und digitale Aufbewarung von Ressourcen und zur Langzeitarchivierung. Das IFLA-Journal und die IFLA-Sektion Preservation and Conservation planen ein Sonderheft zu diesem Themenspektrum. Reinhard Altenhöner, Stellvertretender Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, und
Jacob Nadal, Director for Preservation, Library of Congress, USA, sind Herausgeber dieses Sonderheftes.

Die Langzeitarchivierung von Sammlungen ist für Bibliotheken auf der ganzen Welt ein ständiges und in vielen Fällen sehr anspruchsvolles tchnisches und organisatorisches Erfordernis, welches ein gutes Verständnis von Prozessmanagement voraussetzt. Es sind viele Faktoren zu berücksichtigen, um festzustellen, wie sichere, zuverlässige und nachhaltige Speicher- und Zugriffslösungen am besten bereitgestellt werden können im Hinblick auf Haushaltsbeschränkungen, Umweltauswirkungen und die kurz- und langfristigen Ziele und Verpflichtungen einer bestimmten Bibliothek, eines Archivs oder einer Informationsorganisation.

Die Beiträge sollten in englischer Sprache verfasst sein, eine Länge von 5.000-10.000 Wörtern haben und einen Abstract als Teil des Beitrags enthalten. Bis 30. September können Beiträge eingereicht werden.

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IFLA Journal

Call for Chapters: Einfluss der Pandemie auf Bibliotheken

Bibliotheksmitarbeitende, Forschende, Historiker*innen oder auch Information Professionals sind aufgerufen, Beiträge für ein geplantes Buch des Verlages IGI Global einzureichen. Es geht um eine eingehende Darstellung verschiedener Reaktionen und Einflüsse auf Bibliothekstypen, Bibliotheksmitarbeitende und Informationsexperten während der COVID-19-Pandemie. Es richtet sich an Fachleute, die an einem tieferen Verständnis der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf kulturelle Einrichtungen wie Bibliotheken interessiert sind.

Folgende Themen sollen vorkommen: virtuelle Dienste, aufkommende Technologien, Hygienekonzepte und Schutzmaßnahmen, Blockchainentwicklungen, Auswirkungen auf medizinische Bibliotheken, Smart Libraries, Auswirkungen auf Bibliotheksmitarbeitende.

Der Buchtitel heißt Challenges Faced by Libraries During a Global Health Crisis: Response to the COVID-19 Pandemic

Beiträge können bis zum 4. Juli eingereicht werden.

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Webinar zu Informationskompetenz und Desinformation, 8. Mai 2020, 11:30 Uhr

Das „The Energy and Resources Institute“ (TERI) und die IFLA laden am 8. Mai um 11:30 Uhr MEZ (d.h. 3-4 pm IST, Indian Standard Time, +3,5 h zu MEZ) zu einem interaktiven und internationalen Live-Webinar zur Informationskompetenz im Hinblick auf die aktuelle Falsch- und Desinformation befasst. TERI und IFLA haben dieses Webinar so zugeschnitten, dass es aktuelle Beispiele und Aktivitäten zur Stärkung der Informationskompetenz bietet, Auswirkungen von Falschinformationen in verschiedenen digitalen Medien zeigt und die Teilnehmenden befähigt, ausgewählte und verlässliche Informationen in dieser Zeit auszumachen. Als Referent mit dabei ist Prof. Michael Seadle vom IBI der Humboldt-Universität.

Der Zugang zu vertrauenswürdigen und korrekten Informationen für die Öffentlichkeit ist bei Naturkatastrophen oder einer Pandemie für die Öffentlichkeit essentiell. Informationskompetenz ist zu einer wichtigen Voraussetzung geworden, um Informationen verantwortungsvoll zu konsumieren und zu verbreiten.

Anmeldung und weitere Informationen

 

Digital information

 

IFLA-Umfrage zu Lockerungen für Bibliotheksnutzung

Da immer mehr Länder dazu übergehen, die Beschränkungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zu lockern, stehen Bibliotheken vor der schwierigen Entscheidung, wie sie für die Benutzung wieder öffnen und die Sicherheit für Personal und Nutzer*innen gewährleisten können. Dafür sammelt die IFLA-Sektion Management of Library Associations Beispiele für internationale Strategien, Pläne sowie Lösungen und Umgang mit Unsicherheiten von Bibliotheksverbänden, Agenturen und Netzwerken, um voneinander zu lernen.

Die Ergebnisse werden den Mitgliedern der Sektion direkt zur Verfügung stehen und in laufende Aktualisierungen der IFLA-Ressourcenseite COVID-19 „Covid-19 and Libraries“ einfließen.

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Internationale Fernleihe in der Pandemie: IFLA rollt neues Tool aus

RSCVD heißt die Plattform und hinter der Abkürzung verbirgt sich „Resource Sharing during COVID-19“. Die IFLA ermöglicht über eine Inter-Library-Loan-Plattform öffentlich finanzierten Bibliotheken, die am internationalen Leihverkehr teilnehmen, sich gegenseitig mit Informationsquellen und Materialien zu versorgen. Vor allem Open-Access-Quellen, Artikel und Buchkapitel können geordert werden. Es dürfen nur Institutionen, keine Einzelpersonen diesen Service nutzen, was entsprechend vor Erfüllung der Anfrage geprüft wird. Dieser Service ist ein Pilotprojekt und wird bis zum 31. August getestet.

Die Initiative ging vom IFLA Document Delivery and Resource Sharing (DDRS) Standing Committee aus. Der Ständige Ausschuss der IFLA für Dokumentlieferung und gemeinsame Nutzung von Ressourcen (DDRS) möchte internationaler Aktivitäten zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen während der Zeit von COVID-19 besser unterstützen.

Bedingungen der Nutzung und Teilnahme kann man auf einer FAQ-Seite finden.

Zugang zu RSCVD gibt es hier.

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Fake-News in Pandemiezeiten auf die Schliche kommen

Die IFLA hat ihr Poster „How to spot Fake News“ aktualisiert. Angestoßen wurde diese Initiative von der leider durch die Pandemie ausgelösten „Infodemie“ an Falschnachrichten und Desinformationen. Falsche Informationen über das Virus und potentielle Behandlungsmethoden und Geschichten, die versuchen, Spaltungen und Misstrauen zu erzeugen, bergen die Gefahr, dass die Bemühungen, die Ausbreitung zu stoppen, Schaden nehmen.

Bibliotheken vermitteln und empfehlen ihren Nutzerinnen und Nutzern, kritisch mit Informationen umzugehen. Traditionell konzentrierten sich diese Bemühungen auf Studierende in akademischen Bibliotheken, aber in den letzten Jahren wurde auch in öffentlichen Bibliotheken Bemühungen vorangetrieben, Informationskompetenz zu vermitteln.

In dieser Situation hat die IFLA eine aktualisierte Version unseres beliebten Infografikblatts „How To Spot Fake News“ herausgegeben, wobei der Schwerpunkt verstärkt auf die Notwendigkeit gelegt wurde, sich bei maßgeblichen Quellen zu erkundigen und anzuerkennen, dass viele Nachrichten inzwischen über Nachrichten in sozialen Medien verbreitet werden.

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