Deutsche IFLA-Präsidentschaften

Claudia Lux, damals Generaldirektorin der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, übernahm im August 2007 die Präsidentschaft auf dem IFLA-Weltkongress in Durban von ihrem Amtsvorgänger Alex Byrne, Australien. Sie hatte 2005 nach einem überragenden Wahlergebnis (1094 Stimmen) das Amt der designierten IFLA-Präsidentin während der IFLA-Konferenz in Oslo angetreten und während ihrer Präsidentschaftszeit 2007 – 2009 den Weltverband geleitet. Nach zweijähriger Amtszeit hat sie am Ende des IFLA-Weltkongresses in Mailand im August 2009 die Stafette weitergegeben an die Südafrikanerin Ellen Tise, die von 2009 – 2011 IFLA-Präsidentin war.

Claudia Lux war nach Gustav Hofmann (1958-1963) und Hans-Peter Geh (1985-1991) die dritte IFLA-Präsidentin aus Deutschland.

Auf dem IFLA-Weltkongress 2010 in Göteborg wurde Claudia Lux mit der höchsten IFLA-Auszeichnung, dem ‚Honorary Fellow‘ für ihre langjährigen Verdienste ausgezeichnet. Der Weltverband verleiht diese höchste Auszeichnung an Personen, die sich in herausragendem Maße für die Ziele der IFLA eingesetzt haben. Mit der Preisvergabe ehrte die IFLA die frühere Generaldirektorin der Zentral- und Landesbibliothek Berlin für ihre langjährigen und international wirkenden Leistungen für Bibliotheken.

„Bibliotheken auf die Tagesordnung – Libraries on the Agenda!“ – dies war das Motto der IFLA-Präsidentin Prof. Dr. Claudia Lux, denn das konkrete Einbringen von Bibliotheksbelangen in die Pläne von Regierungen und lokalen Entscheidungsträgern war ihr ein besonderes Anliegen, für das sie sich während Ihrer IFLA-Präsidentschaft stark gemacht hat. Dieses Engagement würdigte der Verband als einen weltweiten Erfolg, der zu einem „stärkeren Engagement der Bibliothekare in sozialen und politischen Prozessen“ führte. Daneben wurde ihr erfolgreiches Wirken im Ausbau der Beziehungen zu strategischen Partnern und Entscheidungsträgern des Weltverbandes hervorgehoben.

Ein Rückblick auf die IFLA-Präsidentschaft von Claudia Lux kann hier nachgelesen werden.