Internationale virtuelle Praktikumsmöglichkeit für Studierende, bis 15.09. bewerben

Die BSLISE-Arbeitsgruppe der IFLA (Building Strong Library and Information Science Education) bietet bis zu drei Studierenden der Bibliotheks- und Informationswissenschaften (LIS) ein Praktikum an, bei den BSLISE-Kommunikationsaktivitäten mitzuarbeiten, einschließlich der Pflege der Website und der sozialen Medien. Dies ist eine Gelegenheit, mit Kollegen aus vielen Ländern und einer globalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten. Die BSLISE hat es sich zur Aufgabe gemacht, die internationale Qualität der LIS-Ausbildung und damit auch die Exzellenz der LIS-Berufspraxis zu stärken. Bis 15. September kann man sich bewerben.

Die virtuellen Praktika dauern ein Semester, können aber je nach Leistung verlängert werden und können mit der Heimateinrichtung koordiniert werden. Von den Praktikanten wird erwartet, dass sie an den monatlichen Sitzungen teilnehmen und über die Aktivitäten in den sozialen Medien und auf der Website sowie über die aktuellen Projekte berichten. Sie sind der Kommunikationsgruppe des BSLISE unterstellt, die für die Koordinierung des Praktikantenprogramms zuständig ist. Die Kommunikationsgruppe wird von Dr. Albina Krymskaya, stellvertretende Dekanin an der Staatlichen Universität für Kultur in St. Petersburg, Russische Föderation, und Dr. Barbara Marson, Programmdirektorin, East Carolina University Library Science Program, Greenville, NC, geleitet.

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Information als Menschenrecht begreifen

Barbara Lison, IFLA-Präsidentin und Direktorin der Stadtbibliothek Bremen, äußert sich in einem Artikel in der Zeitung Politik & Kultur des Deutschen Kulturrates über das Recht auf Information als Menschenrecht. Sie stützt sich dabei auf die UN-Menschenrechtscharta von 1948, die im Artikel 19 das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit festlegt. Bibliotheken bezögen sich bei Ihrer Arbeit auf dieses Grundrecht und setzten sich ebenso wie die nationalen und internationalen Bibliotheksverbünde dafür ein. Schwerpunktthema der Ausgabe 09/2021 von Politik & Kultur ist Inklusion. In diesem Sinne stünden die Bibliotheken auch für Chancengleichheit und Inklusion von Menschen mit speziellen Bedarfen, so Lison. Dies stehe auch bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Biblioteken ganz oben auf der Agenda.

Lison, Barbara: Das Recht auf Information ist ein Menschenrecht : Inklusion in Bibliotheken. In: Politik & Kultur, Ausgabe 09/2021, S. 36 (zur Onlineversion der Ausgabe)

(c) Lars Kaempf

(c) Lars Kaempf

IFLA.org mit neuem Webauftritt

Seit ein paar Tagen ist die neue Website der IFLA online. Sie spiegelt die neuen Strukturen wider und legt großen Wert auf einfache Navigation und Zugänglichkeit. Die neue Website ist übersichtlicher und frischer gestaltet und stellt aktualisiert die Vision und den Auftrag der IFLA in den Mittelpunkt. Neben diesem verbesserten Layout gibt es ein spezielles Repository für digitale Objekte mit bisher über 1200 Objekten, die den Dublin Core-Metadatenstandards entsprechen. Vorträge und Poster der IFLA Weltkongresse ab 2013 oder auch Jahresberichte und andere Dokumente werden fortlaufend dort archiviert. Mit Unterstützung der Fachgruppe Section on Libraries serving persons with Print Disabilities sind Zugriff und Content auch für Sehbehinderte nach internationalen Standards barrierefrei.

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Information ohne Diskriminierung: IFLA-Erklärung zu ungarischen Gesetzen über LGBTQ+-Inhalte

Die IFLA hat die jüngsten legislativen Entwicklungen in Ungarn aufmerksam verfolgt, insbesondere die im Juni verabschiedeten Auflagen, die die Darstellung von Homosexualität oder Geschlechtsumwandlung in Kinderbüchern verbieten.

Lesen Sie hierzu die Stellungnahme der IFLA, die sich auf das IFLA-UNESCO Library Manifesto sowie die Publikations- und Meinungsfreiheit stützt.

IFLA-Präsidentschaft von Barbara Lison beginnt

Auf der virtuellen Generalversammlung des internationalen Bibliotheksverbandes IFLA am Mittwoch, den 25. August 2021 übernahm die Direktorin der Bremer Stadtbibliothek und ehemalige dbv-Vorsitzende Barbara Lison ihre zweijährige Amtszeit als Präsidentin des global agierenden Bibliotheksverbandes IFLA. Ihr Motto für die Amtszeit von 2021 – 2023 lautet „Libraries building a sustainable future“. Die Amtsübergabe von der amtierenden IFLA-Präsidentin Christine Mackenzie, Australien, an Barbara Lison wurde live vom Youtubekanal der IFLA übertragen und ist dort abrufbar.

Barbara Lison erläuterte in Ihrer Ansprache als neue Präsidentin den Fokus ihrer Arbeit. Nicht nur die Pandemie sei eine neue globale Herausforderung, der sich auch Bibliotheken stellen müssten. Die UN-Nachhaltigkeitsziele sind dabei die Richtschnur. Barbara Lison will in ihrer Amtszeit Akzente setzen, wie Potenziale der Bibliotheken diese Ziele voranbringen können. Die Pandemie hätte gezeigt, wie anpassungsfähig Bibliotheken mit der Situation umgegangen seien. Auch für die IFLA selbst werden es zwei wichtige Jahre, in denen die neue Strategie umgesetzt wird. Barbara Lison dankt ihren Kolleginnen und Kollegen in Bremen, die ihr den Rücken für die wichtigste Aufgabe in ihrer Laufbahn freihalten.

Sie dankte ihrer Vorgängerin Christine Mackenzie für die gemeinsame erfolgreiche Arbeit und Freundschaft. Sie freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihrer Vizepräsidentin Antonia Arahova und schloss mit den Worten „We all are IFLA!“.

Hier geht es zur Pressemeldung vom Deutschen Bibliotheksverband dbv zum Amtsantritt von Barbara Lison (25.08.2021).

Hier finden Sie die Grußbotschaft der Präsidentin des Dachverbandes Bibliothek Information Deutschland BID, Dr. Sabine Homilius an die neue IFLA-Präsidentin.

Auf der Tagesordnung der Generalversammlung standen darüber hinaus der Jahresbericht und die Finanzdarlegung des Weltverbandes sowie die Vorstellung der Mitglieder des neuen Vorstandes der IFLA. Unter TOP 13, Presentation of Honours and Awards, wurde unter anderem Petra Hauke Deutschland geehrt (siehe weitere Meldung in diesem Blog). Die Tagesordnung der Sitzung ist hier zu finden: https://www.ifla.org/node/93974 

(Foto: Lars Kaempf)

Petra Hauke mit der IFLA-Auszeichnung „Scroll of Appreciation“ geehrt

Für ihr vielfältiges und anhaltendes Engagement im internationalen Bibliotheksverband IFLA wurde die Lehrbeauftragte der Humboldt-Universität zu Berlin während der virtuellen Mitgliederversammlung am 25.08.2021 mit der IFLA-Ehrung ‚Scroll of Appreciation‘ ausgezeichnet. Damit wird insbesondere ihr aktives Mitwirken bei der Nachwuchsförderung und dem Thema Nachhaltigkeit und Bibliotheken gewürdigt.

 

Gewinner des ersten Musikwettbewerbs für Bibliothekar*innen

Der „NPSIG Music Contest 2021“ war ein erster Musikwettbewerb für Bibliothekar*innen, der von der IFLA New Professionals Special Interest Group organisiert wurde. Mit eingereichten Musikbeiträgen sollte deutlich gemacht werden, welche Rolle Bibliotheken in den Communities spielen. Die Teilnehmenden konnten einen Song mit Melodie und Text vorbereiten und, wenn sie wollten, einen Videoclip hinzufügen. Die Jury bestand aus Bibliothekar*innen und Musiker*innen eingeladen: Barbara Lison, Erik Boekesteijn, Sebastian Wilke, Jelena Vuksanović, Mirjana Nešić, Sladjana Sarić, Bryan Kip Haaheim. Beworben haben sich 70 Lieder aus 17 Ländern erhalten. Sie zeigen verschiedene Perspektiven der Musik in Bibliotheken und Musikgenres.

Die Gewinner kommen aus Neuseeland mit dem Song „Down in your library“ von Amy Hallmark und Ben Eldrige auch durchmischt mit rappigen Elementen. Weitere Plätze belegten der Song „Reading Mojito“ aus China mit lateinamerikanischen Klängen aus dem Reich der Mitte und „Book Junkies“ aus Polen, wo die Band einen ruhigen Blues durch die Bibliothek schiebt. „Yellow Paper Bird“ aus Serbien zeigt in einem Popsong, wie ein Leser durch den Blick ins Buch in ferne Welten versetzt wird und andere zum Lesen animiert.

Hier geht es zum Youtube-Video

WLIC 2021 – IFLAs erster virtueller Weltkongress

Bibliotheken sind innovativ, inklusiv, nachhaltig, inspirierend und sie ermöglichen – so die fünf Themenlinien des 86. IFLA Weltkongresses des internationalen Bibliotheksverbandes IFLA, der erstmals virtuell vom 17.-19.August 2021 stattfand. Um den rund 2900 Teilnehmenden in allen Zeitzonen der Welt gerecht zu werden, fanden die Veranstaltungen für uns in Mitteleuropa an Tag 2 und Tag 3 zeitversetzt statt: konnten wir am 17.08. zu ‚normalen‘ Arbeitszeit hinzuschalten, so begann für unsere Zeitzone das Programm an Tag 2 erst am Nachmittag; zog sich dafür aber lang in unseren Abend, und am 19.August wiederum hieß es, früh aufzustehen, denn dann begann das Kongressprogramm bereits zu unserer Zeit im Morgengrauen (und davor); endete dafür aber bereits um 12 Uhr mittags. Eine interessante Erfahrung und sehr gute Lösung, weltweit virtuell zu agieren. 90 Stunden Übertragung wurden in 150 Sessions angeboten zu dem Motto des Kongresses ‚Working Together for the Future‘.

Die Auszeichnung der weltbesten öffentlichen Bibliothek ging dies Jahr an die neue Stadtbibliothek in Oslo, die Deichman Bjørvika (siehe Beitrag auf diesem Blog). Das 25jährige Jubiläum des IFLA/UNESCO Manifests für Öffentliche Bibliotheken wurde gewürdigt (siehe auch hier) ebenso wie die nationalen Strategien für digitale Strategien thematisiert wurden https://www.ifla.org/DE/node/94131  . Ein Höhepunkt im Kongressprogramm war die Session von Barbara Lison als ‚Noch-‚ President-Elect: gemeinsam mit zukünftigen Führungskräften im Bibliotheksbereich, den ‚emerging leaders‘ entwickelte sie 20 Trends, die die Arbeit in den Bibliotheken beeinflussen werden (s.a. hierzu).

Der erste virtuelle Weltkongress der IFLA, ein Meilenstein für den Verband, wie der Generalsekretär Gerald Leitner es nannte, ging erfolgreich zu Ende. Der 87. WLIC ist für den 24.-28.Juli 2022 in Dublin, Irland, geplant – ob vor Ort, hybrid, virtuell wird sich zeigen. So lange heißt es, die gewonnene Energie aus diesem virtuellen Treffen im Arbeitsalltag zu bewahren und einzubringen. Die neu besetzten rund 50 Arbeitsgruppen der IFLA, die Sektionen und Special Interest Groups treffen sich nun virtuell zu ihren Arbeitssitzungen.

Am 25.August geht es weiter mit der in diesem Jahr virtuell stattfindenden IFLA-Mitgliederversammlung https://www.ifla.org/node/93875 Ein Highlight hier wird die Amtsübergabe der bisherigen australischen IFLA-Präsidentin Christine Mackenzie an die Deutsche Barbara Lison werden, die die kommenden zwei Jahre dem internationalen Bibliotheksverband mit seinen rund 1500 Mitgliedern in aller Welt vorstehen wird. Dort wird sie ihr Präsidentschaftsmotto vorstellen und ihre Vorhaben als IFLA-Präsidentin  – viel Erfolg!

Bewerbungen für den IFLA PressReader International Marketing Award 2022 bis 19. Dezember

„Think out of the book“ lautet das Motto der diesjährigen Ausschreibung des IFLA PressReader International Marketing Award. Der Preis möchte Bibliotheken auszeichnen, die kreative, ergebnisorientierte Marketingprojekte oder -kampagnen umsetzen. Drei Finalisten werden auf der Grundlage von innovativen Beiträgen zum Marketing im Bibliotheksbereich ausgewählt.

Die Gewinner des ersten, zweiten und dritten Platzes erhalten einen Zuschuss zu Flugkosten, Unterkunft und Registrierung für die Teilnahme am IFLA World Library and Information Congress in Dublin, Irland, vom 24.-28. Juli 2022. Der erste Platz erhält 3.000 €, der zweite Platz 2.000 € und der dritte Platz 1.500 €.

Die 10 besten Einreichungen werden mit einer Anerkennungsurkunde und einem PressReader-VIP-Konto ausgezeichnet. PressReader und die IFLA-Sektion Management und Marketing kooperieren als Jury.

Einsendeschluss ist der 19. Dezember 2021.

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