IFLA beim IGF in Berlin

Vom 25. bis 29. November 2019 nahm die IFLA an der 14. Sitzung des Internet Governance Forums in Berlin mit den Kernbotschaften Bedeutung der politischen Unterstützung des öffentlichen Zugangs zum Internet in Bibliotheken, die Beitrag der Bibliotheken zur Vernetzung und bei der Generierung wertvoller Internetinhalte im Zuge der Digitalisierung.

Mit dem alleinigen Zugang zum Internet ist es aus Sicht der IFLA nicht getan ist. Aspekte wie Bezahlbarkeit, geeignete Zugangsgeräte und der ausreichende Geschwindigkeit sind ebenso wichtig wie Informations- und Medienkompetenz in Form von digitalen Fähigkeiten, Lesefähigkeit und Verfügbarkeit von Online-Inhalten und -diensten, die für den Benutzer in Bibliotheken relevant sind.

Nachlesen können Sie die Ergebnisse des IGF aus Sicht der IFLA und die Videoaufzeichnung einer Session über die Thematik der stabilen Vernetzung auf den Webseiten der IFLA.

Das Internet Governance Forum bietet Raum für Diskussionen und Zusammenarbeit auf dem Weg zu einem offenen, sicheren und kostenlosen Internet. Das Thema des Treffens 2019 lautete „Eine Welt. Ein Netz. Eine Vision“, und über 5000 Teilnehmer aus dem öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Sektor nahmen teil. Organisiert wurde es mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

 

Aufruf zur Mitarbeit bei der Optimierung der IFLA-Strukturen

Im August 2019 hat die IFLA eine neue Strategie 2019-2024 eingeführt. Nun steht auch die Optimierung des Organisation selbst an. Führung, strategische Komitees und die Fachgremien der IFLA kommen auf den Prüfstand. Im September 2019 wurde eine einjährige Überprüfungsphase gestartet. bis zur Generalversammlung im August 2020 sollen Vorschläge zur Verbesserung der Prozesse vorliegen. IFLA-Mitglieder und fachliche Gremien sind eingeladen, den partizipativen und transparenten Prozess durch ihre Ideen zu eränzen.

Weitere Informationen: http://www.ifla.org/node/92409 und https://www.ifla.org/node/92685

Umstellungen bei den ILFA-Mailinglisten ab 9. Dezember 2019

Ab nächster Woche übernimmt die IFLA das Hosting für eigene E-Mail-Listen selbst, nachdem diese lange Jahre durch das Institut de l’Information Scientifique et Technique (INIST France) betereut wurden. Alle Listen erhalten Adressen mit der Endung @iflalists.org.

Es sind keine Aktivitäten durch die Abonnenten erforderlich. Die Umstellung erfolgt automatisch.

Wann erfolgt die Umstellung?
Montag 9. Dezember 2019
IFLA wird die Abonnentendatenbank und die Archive an die neue Adresse @iflalists.org übertragen. Bitte aus diesem Grund am 9. Dezember keine Nachrichten veröffentlichen. Nachrichten, die ab dem 10. Dezember gepostet werden, kommen von der neuen Adresse.

Was bedeutet das für die Abonnenten?
Für Ihre Abonnements der IFLA-Listen müssen Sie KEINE persönlichen Änderungen vornehmen. Ihr Login-Profil, Ihre Abonnements und Details werden migriert und Sie erhalten weiterhin Nachrichten von den Listen, für die Sie angemeldet sind.

Für den Fall, dass Sie regelmäßig Nachrichten an eine IFLA-Mailingliste senden, müssen Sie Ihre E-Mail-Adressen aktualisieren. Diese könnte sich in Ihrem E-Mail-Adressbuch befinden. Ab dem 10. Dezember sollten alle Nachrichten nun auf Ihre list@iflalists.org gehen, z.B. ifla-l@iflalists.org.

Sie müssen diese Änderung an den E-Mail-Adressen ab Dienstag, den 10. Dezember vornehmen.

Wen kann man bei technischen Probleme kontaktieren?
Das System wurde getestet und alles sieht gut aus für den Transfer. Wenn Sie Probleme oder Fragen haben, senden Sie bitte eine Nachricht an Sophie Felföldi unter mailing.lists@ifla.org.

Wo kann ich welche Mailinglisten abonnieren?

Auf den Webseiten der ifla.org findet man alle Möglichkeiten unter https://www.ifla.org/mailing-lists. IFLA-L ist die allgemeine Diskussionsliste.

IFLA Ehrenmitgliedschaft 2020 – Ausschreibung bis 28. Februar 2020

Die Ausschreibung für die Verleihung der IFLA-Ehrenmitgliedschaft läuft bis Ende Februar 2020. Die Auszeichnung wird an Persönlichkeiten verliehen, die einen herausragenden Beitrag zur Arbeit der IFLA geleistet haben oder die sich um das internationale Bibliothekswesen verdient gemacht haben.

Honorary Fellow ist die höchste Auszeichnung der IFLA. Sie wird nicht zwangsläufig jährlich verliehen. Eine Nominierung zum Honorary Fellow muss von mindestens drei Nominierten unterstützt werden, die aktuelle IFLA-Mitglieder sind. Die Verleihung des Ehrentitels wird auf der WLIC 2020 in Dublin bekannt gegeben.

Es wurden bereits mehrere Auszeichnungen nach Deutschland vergeben. Darunter an Prof. Dr. Claudia Lux, 2010, Klaus G. Saur, 2009, Prof. Dr. Günther Pflug, 1981 († 2008) und
Joachim Wieder, 1977 († 1992).

Nähere Informationen finden Sie auf der IFLA-Webseite.

Green Library Award 2020 – Bewerbung bis 15. Januar 2020

In Zeiten des Klimawandels und der Notwendigkeit zur Nachhaltigkeit in Sachen Energie-, Wasser- oder Papierverbrauch wird für 2020 erneut der IFLA Green Library Award  von der IFLA Special Interest Group ENSULIB (Environment, Sustainability and Libraries) ausgeschrieben.  Bibliotheken und ihre bsonderen Projekte zum Thema Umwelt, Nachhaltigkeit oder Zielerfüllung im Sinne der IFLA-Strategie sollen ausgezeichnet werden. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2020. Unterstützt wird die Auszeichnung durch das Verlagshaus de Gruyter.

Informationen und der Aufruf für die Bewerbungen finden sich auf der IFLA-Website.

2019 gab es weltweit 34 Bewerbungen. Der Gewinner war die Biblioteca Pública Municipal Daniel Guillard in Kolumbien.

De Gruyter Saur - ENSULIB - IFLA logo block

Leitfaden von IFLA, EBLIDA, LIBER und SPARC Europe zur EU-Urheberrechtsrichtlinie

Die großen europäischen und internationalen Bibliotheksverbände haben Leitlinien für die Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht in den Mitgliedstaaten herausgegeben.  Für Bibliotheken, Bibliotheksverbände, Forscher und alle, die an der Weiterentwicklung der EU-Richtlinien interessiert sind, beinhaltet der Leitfaden wesentliche Hintergrundinformationen.

Die Leitlinien decken 12 Artikel ab, in denen es unter anderem um Text- und Data-Mining, Bildung, Archivierung, Verträge, Rechte der Presseverlage und Fragen der Haftung geht. Es wird erörtert,  was die neuen Bestimmungen bedeuten, wo es Spielraum für Flexibilität gibt, wie eine gute Umsetzung aussehen würde und welche Verbesserungen vorgenommen werden könnten.

Der Leitfaden richtet sich ausschließlich an die Bibliotheks- und Forschungsgemeinschaft und ist daher nicht öffentlich im Internet verfügbar.

Link zum Download der Richtlinie unter Angabe von Namen, Berufsbezeichnung, Institution und E-Mail bei zenodo / LIBER Publications.

Interessant ist auch ein Webinar von LIBER zu diesem Thema vom 20.11.2019.

ILFA WLIC 2020 in Dublin: die Vorbereitungen beginnen

Der 86. IFLA-Weltkongress in Dublin wird vom 15.-21. August 2020 stattfinden. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Wer regelmäßig informiert werden möchte, kann jetzt schon den Newsletter abonnieren. Die aktuelle Ausgabe vom November ruft zur Einreichung von Beiträgen und Postern auf, um spannende Projekte mit der Fachöffentlichkeit zu diskutieren. Man erfährt wissenswertes zum Austragungsort Dublin, zum Tagungsprogramm und wie sich das Irish National Committee vorbereitet. Bereits jetzt ist eine Registrierung zum Frühbucherrabatt bis einschließlich 15. Mai 2020 möglich. Auch gibt es wieder einen Call for Volunteers. Aktive Freiwillige werden für die Mithilfe an den Kongresstagen vor Ort gesucht, inklusive einer kostenlosen Teilnahme an der Konferenz. Förderungen über BI-International wird es auch wieder geben.

 

Dialog und Wandel auf dem 85. IFLA WLIC in Athen

Das diesjährige IFLA-Nachwuchsteam (gefördert von BI-International) hat in der Ausgabe 11 der BUB über persönliche Eindrücke von der Konferenz in Athen berichtet. Eva Bunge (Bibliothek Deutsches Museum München) und Anne-Kathrin Wallmann (FaMi an der Stadbibiothek Fürth und Studentin der Hochschule Hannover) vermitteln wissenswertes über die Eröffnung der Konferenz, über Besonderheiten der griechischen Bibliotheken nach der Finanzkrise, die Generalversammlung und personelle Veränderungen im IFLA-Vorstand sowie den Stand der Arbeit an der ILFA-Rahmenstrategie 2019-2024.

Die Autorinnen beschreiben in ihrem Artikel aber auch die Schwierigkeiten, Bibliothekarinnen und Bibliothekare weltweit auf einem Kongress mit eng getaktetem Programm zu vernetzen, auch wenn technisch für die Übertragung von einzelnen Reden oder Beiträgen über das Netz und Youtube gesorgt wurde. Sie regen an, die IFLA möge bei der Übertragung einen stärkeren Fokus auf praxisorientierte und kreative Lösungsansätze legen, um Kolleginnen und Kollegen zu erreichen, die nicht zur WLIC anreisen können. Erwähnt werden Veranstaltungen mit positiver Wirkung wie die Session der Young Professionals mit der Keynote zu den „Library Lovers“ oder die Lighnint Talks zur Präsentation innovativer Projekte oder die Session #Marketing-Genius. Die Autorinnen wünschen sich darüber hinaus mehr Einbeziehung von Formaten aus der Meme-, Netz- und Popkultur.

Den sehr lesenswerten Artikel finden Sie in der BUB 71 (2019) 11, S. 672 – 674.

 

Lebendige Kraft für Lobbyarbeit: das IFLA/UNESCO Manifest Öffentliche Bibliothek

In der Ausgabe 11 von BUB  71 (2019) beschäftigt sich ab Seite 660 ff. ein informativer Artikel von Ulrike Kraß (Leitung Stadtbibliothek Freiburg i.Br.) unter dem Titel „Lebendige Kraft der Gesellschaft!“ mit der Entstehung und der gesellschaftspolitischen Relevanz des IFLA/UNESCO Manifests Öffentliche Bibliotheken, welches 1994 vor 25 Jahren in seiner letzten Fassung entstand und in 27 Sprachen vorliegt. Neben der Aussage, dass Bibliotheken Orte des lebenslangen Lernens in einer demokratischen Gesellschaft sind, finden sich auch Aspekte zu Inklusion und Chancengleichheit und seit 2009 Ergänzungen zum technologischen Wandel und zur Digitalisierung.

Das Manifest ist Grundlage für viele Grundsatzpapiere, so auch die Richtlinien für Öffentliche Bibliotheken,  findet vielfach einen Bezugsrahmen für die Forderungen von Bibliotheken und fand Eingang in nationale Bibliotheksgesetze, wie u.a. in Norwegen, Kenia und Kanada. Darüber hinaus ist das Manifest nach wie vor hochaktuell. Jede Bibliothek kann es nutzen, um im eigenen Umfeld Lobbyarbeit zu betreiben, schreibt Kraß.

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Internet Governance Forum (IGF) tagt Ende November in Berlin

Die IFLA beteiligt sich am diesjährigen globalen Treffen des IGF mit einem Round Table am 28.11.2019 zum Thema öffentlicher Internetzugang für Bibliotheken. Diskutiert wird, wie dieses Ziel in politische Strategien zur Förderung der digitalen Integration und zur Erreichung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung einbezogen werden kann. Geplant sind Vorträge über den öffentlichen Zugang innerhalb verschiedener politischer Rahmenbedingungen wie Breitbandentwicklung, Konnektivität oder Finanzierbarkeit und die konkrete Umsetzung solche Strategien in unterschiedlichen nationalen Kontexten.

Weitere Infos zur Dynamic Coalition on Public Access in Libraries des IGF.

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