Deutsche Vertretungen in IFLA-Gremien – Sektionsbesetzungen 2017 – 2021

44 Sektionen zu allen Aspekten des Bibliotheks- und Informationsbereichs gibt es in dem internationalen Bibliotheksverband, dazu sechs strategische Programme zu u.a. Rechtsthemen, Ethik-Fragen, Standards, Kulturellem Erbe und Bibliotheksentwicklungsprogrammen der IFLA sowie insgesamt 16 offene Arbeitsgruppen, die sogenannten SIGs (Special Interest Groups). In diesen diversen Fachgremien sind für die Amtszeit August 2017 – August 2021 42 gewählte Vertretungen aus deutschen Bibliotheken und Verbänden aktiv; 16 von ihnen sind neu eingestiegen. Wer in welchem Gremium dabei ist, finden Sie in dieser Auflistung.

Implementierung des Marrakesch Vertrags – IFLA und EBLIDA veröffentlichen Leitfaden für Bibliotheken

285 Mio. Menschen weltweit, davon 17 Mio. in Europa, sind sehbehindert. Der Vertrag von Marrakesch verlangt Ausnahmen oder Beschränkungen im Urheberrecht und verwandter Schutzrechte zugunsten blinder, sehbehinderter und anderweitig behinderter Menschen wie Legastheniker. Der Vertrag ermöglicht auch den grenzüberschreitenden Austausch von Sonderformaten von Büchern, einschließlich Hörbüchern und digitaler Dateien, sowie von anderem Druckmaterial zwischen den Ländern, die Vertragsparteien sind. Der Vertrag wurde am 20. September 2017 im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Die Mitgliedstaaten müssen bis zum 10. Oktober 2018 die Umsetzung der EU-Rechtsvorschrift in ihre nationalen Gesetze vornehmen, wobei sie die Details bestimmen können, wie die festgelegten Ziele erreicht werden. IFLA und EBLIDA haben einen Leitfaden entwickelt (mit freundlicher Genehmigung des EIFL-Leitfadens zum Vertrag von Marrakesch), mit dem die Richtlinie und die Verordnung den Bibliotheken und Bibliotheksverbänden erläutert und Empfehlungen für die Umsetzung in nationales Recht ausgesprochen werden. Er soll bei der Lobbyarbeit unterstützen und sicherstellen, dass die Interessen blinder und sehbehinderter Menschen vorrangig sind und Bibliotheken sie im Rahmen des Vertrags bestmöglichst bedienen können. Der Leitfaden ist als Word oder pdf auch in Großschrift im Download erhältlich.

IFLA bedauert UNESCO Austrittsankündigung der USA und Israel

Unter dem Titel ‚Bildung, Wissenschaft und Kultur: Gemeinsame Ziele benötigen gemeinsamen Einsatz‘ hat der internationale Bibliotheksverband IFLA am 16.10.2017 eine Stellungnahme zu den Austrittsabsichten der USA und Israels aus der UNESCO veröffentlicht. Darin bekräftigt IFLA den Wert der UNESCO als globale zwischenstaatliche Organisation im Bereich Bildung, Wissenschaft und Kultur und betont die wichtige Aufgabe der Bibliotheken bei der Förderung von Bildung und Wissenschaft und der Bewahrung von Kultur. Die IFLA als weltweite Stimme der Bibliotheken verweist auf ihr globales Netzwerk, das auf der Basis agiert, über Grenzen hinweg in der Zusammenarbeit die gemeinsamen Ziele zu erreichen. IFLA ermutigt alle Regierungen, sich diesem Grundsatz anzuschließen.

 

IFLA-Weltkongress 2018 – erste Informationen

Erste Informationen zu dem 84. IFLA-Weltkongress und dem Austragungsort, der vom 24.-30.August 2018 in Kuala Lumpur, Malaysia, stattfinden wird, sind bereits auf der Kongress-Website zu finden. Auch die Registrierung zur Teilnahme ist seit dem 01. Oktober 2017 geöffnet. Über Twitter #wlic2018 können die Vorbereitungen verfolgt werden.

 

Globale Vision – reden Sie mit!

IFLA erarbeitet eine globale Vision und bittet um Mitwirkung aus unserem Land! Das Mitmachen ist ganz einfach und dauert nur 5 Minuten. Es sind lediglich 6 Fragen zu beantworten.

Bitte besuchen Sie die Webseite https://globalvision.ifla.org/vote , wählen Sie Ihre bevorzugte Sprache aus und nehmen Sie an der Online-Abstimmung teil.
Stimmen Sie ab und reden Sie mit – bis zum 30.September ist die Teilnahme möglich.

 

Weltweite Abstimmung für globale Bibliotheksvision

Machen Sie mit – bis zum 30.09.17 ist die Abstimmung möglich!
Die Entwicklung einer gemeinsamen, globalen Vision für Bibliotheken ist angesichts der Globalisierung wichtiger denn je. Während des IFLA Weltkongresses in Wroclaw ist sie in die nächste Phase gegangen. Alle Mitarbeitenden in Bibliotheken sowie Freunde und Unterstützer von Bibliotheken sind aufgefordert, an der Online-Abstimmung teilzunehmen und sich somit persönlich und direkt bis zum 30.September 2017 an der Debatte über die Gestaltung der Zukunft eines vereinten bibliothekarischen Feldes zu beteiligen. Die Fragen und Antwortmöglichkeiten sind auch in die deutsche Sprache übersetzt worden. Weitere Informationen und Online-Abstimmung: https://globalvision.ifla.org/

IFLA-Weltkongress 2017 in Wroclaw endet erfolgreich

Rund 3.100 Delegierte aus 122 Ländern – davon rund 160 aus Deutschland – kamen vom 19.-24.August in Wroclaw, Polen, zum 83. IFLA-Weltkongress zusammen, um sich unter dem Kongressmotto ‚Bibliotheken-Solidarität-Gesellschaft‘ international auszutauschen. Mit Vorträgen, 7 Poster-Präsentationen, einem gemeinsamen Stand ‚Library Services made in Germany‘ und großem Engagement der insgesamt 39 gewählten deutschen Mitglieder in den rund 50 Fachgremien der IFLA wurden aktuelle Entwicklungen der Bibliotheken weltweit diskutiert und präsentiert. Der internationale Bibliotheksverband selbst stellte mit seiner globalen Bibliotheksvision, der Bibliotheksweltkarte, dem großen Engagement zur Erfüllung der UN Agenda 2030-Ziele für nachhaltige Entwicklung und einer Mitgliederumfrage die Höhepunkte seiner Aktivitäten vor, die dank der Förderung der Bill und Melinda Gates Stiftung in Höhe von mehr als 30 MIO Euro professionell aufgestellt werden konnten. Impressionen, Einblicke und Rückblicke sind über Blogeinträge, Berichte und –erstmals – live streaming-Mitschnitte während des Kongresses nachzuvollziehen.

Aufbau einer stärkeren Informationsgesellschaft: IFLA-Erklärung zu digitaler Kompetenz

Bibliotheken waren Pioniere darin, den Menschen digitale Kompetenz zu vermitteln sowie das Bewusstsein, dass Zugang zum Internet in Verbindung mit digitaler Kompetenz der einzig nachhaltige Weg ist. Die IFLA-Erklärung zu digitaler Kompetenz stellt die digitale Kompetenz als etwas dar, das Entwicklung voranbringt und eine Alternative zur Zensur ist und betont die Rolle von Bibliotheken dabei. Die Erklärung unterstreicht, dass Partnerschaften mit Schulen, Wirtschaftsakteuren und der Zivilgesellschaft dazu beitragen werden, eine erfolgreiche und nachhaltige Informationsgesellschaft zu schaffen.