Strategie und Politik: Barbara Lisons Ziele für ihre künftige IFLA-Präsidentschaft

„Die Themen Strategie und Politik sind die wichtigsten Handlungsfelder“, sagt Barbara Lison, IFLA-Vizepräsidentin, in einem akutellen Interview mit BUB-Herausgeber Dirk Wissen. Barbara Lison erläutert darin die Ziele ihrer künftigen Präsidentschaft und ihre Sicht auf die wesentlichen Grundlagen für eine fruchtbare internationale Zusammenarbeit. Der Strategieprozess der IFLA unter dem Motto „We are IFLA“ zeige einen sehr konstruktiven Dialog mit den Mitgliedern, so Lison. Sie möchte darüber hinaus an an das Motto „Bibliotheken auf die Tagesordnung“ ihrer Vorgängerin aus Deutschland, Claudia Lux, anknüpfen, wo es dezidiert um eine Stärkung der Lobbyarbeit für die Belange der Bibliotheken ging. Aber auch das Image der Bibliotheken solle sich verbessern. Darüber hinaus ist ihr wichtig, dass Mitglieder der Verbände sich für die Zukunftsfähigkeit des Berufsstandes und von Bibliotheken aktiver engagieren, egal ob auf internationaler, nationaler oder regionaler Ebene.

Das ganze Interview finden Sie in der Ausgabe BUB 71 (2019) 8/9 S. 488-490. Drei Monate nach Erscheinen der Druckausgabe sind die Heft im BUB-Archiv frei zugänglich.

Ideenfülle im IFLA Ideas Store

Seit 2017 haben über 30.000 Menschen aus 190 UN-Mitgliedsstaaten ihre Ideen, wie den aktuellen Herausforderungen im Bibliotheksbereich begegnet werden kann, in den ‚Ideas Store‘ eingebracht. Die über 8.500 Ideen, die bisher ausgetauscht wurden, sind nun online als großes ArchivIFLA Global Vision Ideas Store für Anregungen für die eigene Arbeit zu recherchieren. Nach Ländern, Regionen und den zehn Herausforderungen, die in dem global vision Prozess der letzten beiden Jahre herausgearbeitet wurden, kann in der Ideen-Datenbank recherchiert werden. Gleichzeitig sind weitere Ideen, die dort eingebracht werden können, erwünscht!

Offener Brief von IFLA, EBLIDA, PL 2020 zum Start der EU-Ratspräsidentschaft in Bulgarien

In einem offenen Brief an die bulgarische Regierung, die seit Januar die Präsidentschaft des Ministerrats der Europäischen Union übernommen hat, unterstreicht  IFLA-Generalsekretär Gerald Leitner, wie Bibliotheken sozialen Zusammenhalt aufbauen, das Potenzial digitaler Technologien nutzen und Kultur für alle fördern können. Das Motto der Präsidentschaft – United We Stand Strong – ist geeignet auch für eine Bibliotheksgemeinschaft, die gemeinsam ein gerechteres Europa aufbauen will. Der Brief, ebenfalls unterzeichnet von EBLIDA und Public Libraries 2020, hebt die Möglichkeiten hervor, die die Europäische Union hat, um die Situation der Bibliotheken zu verbessern: Einbindung in die Haushaltsplanung, Urheberrechtsreformen,  Zugang zu Fördermitteln für die Wi-Fi-Konnektivität.

Globale Vision – reden Sie mit!

IFLA erarbeitet eine globale Vision und bittet um Mitwirkung aus unserem Land! Das Mitmachen ist ganz einfach und dauert nur 5 Minuten. Es sind lediglich 6 Fragen zu beantworten.

Bitte besuchen Sie die Webseite https://globalvision.ifla.org/vote , wählen Sie Ihre bevorzugte Sprache aus und nehmen Sie an der Online-Abstimmung teil.
Stimmen Sie ab und reden Sie mit – bis zum 30.September ist die Teilnahme möglich.

 

Die Herausforderung der Zukunft annehmen: IFLA entwickelt eine globale Vision

Mit einem international besetzten Kickoff-Treffen von 150 IFLA-Funktionären begann  in Athen am 04.April 2017 der Prozess des internationalen Bibliotheksverbandes IFLA, eine Vision für die Bibliotheken der Zukunft zu entwickeln:  “Our Future of Change: Envisioning the Role of Libraries and the Information Community“ lautet das Motto. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis darüber zu erarbeiten, was Bibliotheken auch in der Zukunft leisten können. Mit Vorträgen und in Arbeitsgruppen wurden Themen vorbereitet, die nun weiter entwickelt werden und über online-Abstimmungen der globalen bibliothekarischen Fachgemeinde vorgelegt werden. Ergebnis wird ein abschließender IFLA Global Vision Bericht sein, der 2018 vorliegen soll. Er wird auch die Agenda des internationalen Bibliotheksverbandes für die nächsten fünf Jahre definieren.
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