IFLA-Weltkongress 2021 wird online stattfinden

Der IFLA Weltkongress WLIC (World Library and Information Congress) wird 2021 zum ersten Mal online abgehalten. Nach einer offiziellen Pressemeldung von Gerald Leitner vom 22. September ist die IFLA bemüht, ein neues, umfassenderes Format für die internationalste Veranstaltung im Bibliotheksbereich zu entwickeln.

Die COVID-19-Pandemie hatte erhebliche weltweite Auswirkungen. Dies gilt insbesondere für die Planung des Weltkongresses und angesichts der anhaltenden Unsicherheiten über die Gesundheits-, Wirtschafts- und Reisesituation 2021, wo eine Rückkehr zum Normalzustand noch nicht vorherzusagen ist. Der Kongress 2021 wird mit der umfänglichen Unterstützung des niederländischen Nationalkomitees virtuell stattfinden.

Die Präsenzkonferenz, die zuvor in Rotterdam, Niederlande, geplant war, wird auf 2023 verschoben und in einem hybriden Online-Präsenz-Format stattfinden. Für 2022 wird eine Konferenz mit persönlicher Teilnahme in Dublin, Irland, mit einem verstärkten Onlineanteilen geplant.

Ziel ist es, ein Programm und Format zu entwickeln, das die besten Aspekte der bisherigen traditionellen Konferenzen mit den digitalen Möglichkeiten verbindet, um alle Mitglieder weltweit sinnvoll einzubeziehen.

Zur Pressemeldung vom 22. September 2020

Nur noch bis 21. August: feier Online-Zugriff auf IFLA-Themenheft „Information Literacy“

Als einer der Hauptsponsoren der IFLA stellt SAGE Publishing während der Woche des IFLA-Weltkongresses regelmäßig eine Ausgabe des IFLA-Journals zur Verfügung. In diesem Jahr wird die Tradition virtuell fortgesetzt.

Wie im Juli auf diesem Blog berichtet, widmet sich speziell diese Sonderausgaben der Informationskompetenz, der Entwicklung von Konzepten, Bildungspraxis im Hochschulbereich, verschiedenen methodischen Ansätze zur Entwicklung von Informationskompetenz und Lernen und enthält eine Untersuchung des im Entstehen begriffenen Konzepts der visuellen Alphabetisierung.

Hier geht es zu den TOCs der Ausgabe bei Sage bis Freitag, den 21. August 2020

„Check it out“ at https://journals.sagepub.com/toc/iflb/46/2.

IFLA Journal

IFLA-Press Reader International Marketing Award: die Gewinner 2020 stehen fest

Auf Platz eins: Foshan Library (China) für das Projekt „N-Library to Forge a Closer Community of a Shared Future“.  Die „N-Library“, eine Abkürzung für „Neighborhood Library“ (Nachbarschaftsbibliothek), hilft Familien beim Aufbau von Bibliotheken zu Hause, indem sie die gesammelten Bücher und Ressourcen der öffentlichen Bibliotheken nach Hause bringen.

Auf dem zweiten Platz: Die Öffentliche Bibliothek von Greater Victoria (Kanada) mit dem Projekt „Change your mind“. Mit der Marketingkampagne #brainchanger wollte die GVPL das Denken und die Meinung der Menschen über Bibliotheken im Großraum Victoria und weit darüber hinaus verändern.

Platz drei fällt auf die Regionalbibliothek Murcia (Spanien) für „Viven en la BRMU“ (übers. Sie leben in BRMU). Die öffentliche Bibliothek von Murcia beschloss, vorgefasste Meinungen über Bibliotheken zu ändern, die intellektuelle Neugier der Benutzer durch Humor und Reflexion zu stimulieren und die Bibliothek für neue Gruppen, Befindlichkeiten und Diskussionen zu öffnen.

Der Erstplatzierte erhält einen Geldpreis von 3000€ für Flug, Unterkunft und Anmeldung zur Teilnahme am IFLA-Weltkongress in Rotterdam im Jahr 2021. Platz zwei und drei erhalten je 2000 € und 1500€ für die Teilnahme am Weltkongress im nächsten Jahr.

Der IFLA PressReader International Marketing Award wird von der IFLA-Sektion für Management und Marketing in Zusammenarbeit mit dem Award-Sponsor PressReader verliehen. Diese Auszeichnung, die seit 17 Jahren vergeben wird, ehrt Organisationen, die kreative, ergebnisorientierte Marketingprojekte oder -kampagnen umsetzen.

PressReader

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IFLA-Journal Volume 46, No. 2 (June 2020) ist online

Die neue Ausgabe des IFLA Journals vom Juni 2020 ist nun online verfügar. Das Sonderheft befasst sich mit dem Thema Information literacy: From practice to research and back again

IFLA Journal

Die Beiträge befassen sich mit Theorie und Praxis der Informationskompetenz. Die vorliegende Ausgabe entstand aus einem gemeinsamen Workshop auf dem Weltkongress 2018 in Kuala Lumpur der zwei Sektionen Library Theory and Research and Information Literacy, der mit einer hohen Beteiligung durchgeführt wurde und auf großes Interesse bei den Deligierten stieß.

Das vorliegende Heft beinhaltet theoretischen Grundlagen mit Einfluss auf die Praxis:

Grundlagen analytischer Fähigkeiten, die für die Informationskompetenz entscheidend sind, die Forschungsmodelle, die zur Entwicklung neuer Theorien beitragen, die Herausforderungen bei der Anwendung der Theorie in der Praxis, die Frage, wie Lerntheorien in die Praxis umgesetzt werden können, und die kulturellen Perspektiven, die mit dem Lernen verbunden sind.

„Unser Ziel war es, über Standards und Prozesse hinauszublicken und uns stattdessen mit dem Potenzial der Wissensentwicklung zu befassen, um die Praxis der Informationskompetenz über Disziplinen, Kontexte und Umgebungen hinweg zu lenken“, so die Herausgeber Gaby Haddow, Curtin University, Australia und Min Chou, New Jersey City University, USA.

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IFLA-Video über die neue Strategie: Vortrag von Gerald Leitner auf dem WLIC 2019 Athen

Der Vortrag von Generalsekretär Gerald Leitner vom Weltkongress in Athen über die Implementierung der neuen IFLA-Strategie, die Hintergründe, Forderungen und Inhalte kann man jetzt in einem Youtube-Video nachsehen.

„It’s a need first to listen and than to act“, beschreibt Leitner die Initiativen zur größten Umstrukturierung des Weltverbandes in seiner Geschichte, die künftig auf mehr Beteiligung durch seine Mitglieder setzen will.

Vielleicht eine Motivation, sich international einzubringen.

Link zum Video

 

Onlineseminar am 1. Juli: Zusammenarbeit in der Pandemie und Perspektiven deutscher IFLA-Präsidentschaft

Wie geht internationaler Bibliotheksaustausch in Zeiten von Reise- und Kontaktbeschränkungen? Gerade die Corona-Krise zeigt die Bedeutung des internationalen Fachaustauschs. Das kostenlose Onlineseminar stellt diese und weitere aktuelle Themen und Entwicklungen, Strukturen und Gremienarbeit aus dem internationalen Bibliotheksverband IFLA vor.

Die derzeitige designierte IFLA-Präsidentin Barbara Lison, Direktorin der Stadtbibliothek Bremen, wird ihre Vorbereitungen  für ihre zweijährige Amtszeit als Präsidentin des weltweit operierenden Verbandes erläutern, die im August 2021 beginnen wird und nach Rotterdam blicken, wo im August 2021 der nächste IFLA-Weltkongress stattfinden wird.

Referentinnen:

• Barbara Lison (IFLA President-Elect 2019-2021, Vorsitzende des IFLA-Nationalkomitees   Deutschland)
• Hella Klauser (IFLA-Aktive, Sekretariat des IFLA-Nationalkomitees Deutschland)
• Sandra Dirks (sandra-dirks.de), Moderatorin

Zeit: 1. Juli 2020, 11:00 bis 12:00 Uhr

Zur Anmeldung

Die Folien und der Mitschnitt des Onlineseminar sind im Anschluss in der Online-Akademie des Deutschen Bibliotheksverbandes dbv abrufbar.

IFLA-Schulungsreihe zum Coach

Die IFLA-Coaching-Initiative hat mit Hifle von ehrenamtlichen Coaches auf den letzten beiden IFLA-WLIC Kongressen Teilnehmende unterstützt, sich beruflich weiterzuentwickeln, herausfordernde Situationen anzugehen und ihre Ziele durch den Prozess des Coachings zu verwirklichen. Während des Coachinggesprächs erfahren die Teilnehmer auch, wie die Beteiligung an der Arbeit der IFLA dazu beitragen kann, ihre Karriere und ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten zu erweitern.

Im Laufe des Juni 2020 wird ein Online-Coach-Schulungskurs im Rahmen von IFLA Coach Traning Series in Form von aufgezeichneten Onlineseminaren auf dem CPDWL-Blog (steht für die Section Continuing Professional Development and Workplace Learning) in den Sprachen Englisch, Deutsch, Chinesisch und Russisch verfügbar sein. Ende Juni und im August werden die Onlineseminar live stattfinden.

Die IFLA-Coaching-Initiative ist eine Zusammenarbeit zwischen den Sektionen für berufliche Weiterbildung und Lernen am Arbeitsplatz (CPDWL) sowie der Sektion Management und Marketing. Aufgrund des positiven Feedbacks hat sich ein ein klarer Bedarf und Nachfrage nach kontinuierlicher Unterstützung und Erweiterung der IFLA-Coaching-Initiative bestätigt.

Geplant und durch geführt werden die Schulungen von Vera Keown. Sie ist Mitglied in der Sektion Management und Marketing, Bibliothekarin an der kanadischen University of Manitoba in Winnipeg und als Leadership Coach zertifiziert.

Weitere Informationen

IFLA Weltkongress 2020 in Dublin abgesagt

Aufgrund der Coronapandemie haben sich die Organisatoren des IFLA Governing Board und des Irish National Committee entschlossen, die für Mitte August in Dublin geplante Jahreskonferenz abzusagen. Da die Pandemie sich in vielen Teilen der Welt unterschiedlich ausbreite und sich dies auch auf die Gesundheit der Teilnehmenden und mögliche Reisebeschränkungen auswirke, sei an eine weitere Planung und Durchführung der Konferenz nicht zu denken, heißt es in der Erklärung auf der Webseite der Konferenz.

Die IFLA erläutert ein einem ausführlicheren Statement vom 9. April dazu, dass dies eine schwere aber notwendige Entscheidung gewesen sei. Man habe nicht bis August warten wollen, wie sich die Lagen entwickeln werde, da bis dahin noch zu vieles im Unklaren liege. Entsprechende Rückerstattungen für Registrierungen werden vorgenommen. Für die geplante Generalversammlung in Dublin wolle man auf einen späteren Termin Ende des Jahres ausweichen.

Die nächste Weltkonferenz ist 2021 in Rotterdam und man plant, 2022 wieder auf Dublin als Veranstaltungsort zurückzugreifen. Ursprünglich sollte 2022 die WLIC in Aukland stattfinden, hier sei jedoch in Rücksprache mit den neuseeländischen Kommitee beschlossen worden, die Vorbereitungen dort erstmal einzustellen. Hierzu werden weitere Entscheidungen demnächst kommuniziert.

Weitere Informationen, Statement der IFLA in deutsch

IFLA-Satellite 12.+13. August in Galway: Artificial Intelligence and User Experience, CfP verlängert bis 24. April

In vielen Aspekten des Bibliotheksbetriebs werden zunehmend Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) eingesetzt. Einige Anbieter fügen auch Elemente der künstlichen Intelligenz in Bibliotheksprodukte ein, einschließlich Recherche- und Discoveryplattformen. Die Rolle und der Einfluss der künstlichen Intelligenz bieten sowohl Chancen als auch Herausforderungen.

Diese Veranstaltung wird die Open Search, die Recherche, die Gestaltung der Benutzerschnittstelle und die Benutzererfahrung sowie die Rolle und die Auswirkungen von KI-Technologien in diesen Bereichen untersuchen. Zu den Diskussionsthemen gehören: Recherchen, Gestaltung der Benutzeroberfläche und Benutzererfahrung, KI-Technologien, Generierung und Verarbeitung natürlicher Sprache, maschinell Lernplattformen (Deep Learning) , Text Mining, Sprach-/Gesichtserkennung, Biometrie, Nutzung und Auswirkungen von KI-optimierter Hardware und „intelligenten“ Geräten wie Amazon Echo, Google Home und Apple Siri, Algorithmen, innovative Dienstleistungen, neue Kompetenzen, Chat, Ethik.
Der Call for Paper ist verlängert worden bis zum 24. April.

Weitere Informationen zum Aufruf

 

IFLA-Weltkongress und COVID-19

Viele fragen sich derzeit, welche Veranstaltungen angesichts der aktuellen Lage zu Coronavirusepidemie überhaupt noch stattfinden und wie man mit der ungewissen Situation umgehen soll. So auch die IFLA und die Organisatoren des Weltkongresses WLIC in Dublin im August. Auf der Konferenzwebseite findet sich folgendes Statement:

“IFLA is very confident that we will have an outstanding and vibrant WLIC in Dublin. Nevertheless, IFLA is monitoring the situation with the COVID-19 (coronavirus) and the recommendations regarding events and travel provided by the World Health Organisation (WHO).
For the IFLA Congress 2020 in Dublin, we will rely on information provided by WHO, Health Security Reports issued by the European Commission, and information from the Department of Health of the Irish Government. At this stage, IFLA is of course continuing with preparations for the conference and will communicate on any changes that may arise.”

Für die oft von institutionellen Gastgebern veranstalteten Satellite-Meetings hat die IFLA bisher noch keine Meldung erhalten, dass Konferenzen bereits abgesagt wurden. Auch hier wartet man die örtliche Situation ab. Wenn diese Satellitentreffen nicht stattfinden sollten, liegt die Verantwortung für die Ausgaben bei den gastgebenden Organisationen. Da Satellitensitzungen nicht als Teil des Kongresses (im Hinblick auf die Registrierung usw.) vorgesehen sind, handelt es sich um fakultative Veranstaltungen, und die einzelnen Teilnehmer sind für ihr eigenes Risiko und ihre eigenen Kosten verantwortlich.

Für die anstehenden Mid-Term-Meetings empfiehlt die IFLA folgendes Vorgehen:

– Hinweise der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Reiseinformationen des Gastgeberlandes und der eigenen Regierung zu beachten,
– Kontakt mit Ihren Gastgebern oder Organisatoren aufnehmen und sich über die Situation im jeweiligen Land informieren,
– Befragen Sie Ihre eigenen Mitglieder des Ständigen Ausschusses und diejenigen, die angegeben haben, dass sie teilnehmen werden,
– Treffen Sie eine sorgfältige Entscheidung, ob Sie weitermachen oder nicht,
– Erkunden Sie Alternativen wie Telefonkonferenzen (bspw. Zoom).

Derzeit ist die Geschäftsstelle in Den Haag zunächst bis 31. März geschlossen worden und die Mitarbeiter arbeiten vom Homeoffice, lesen Sie hierzu ein Statement von Gerald Leitner, dem IFLA-Generalsekretär.

Die IFLA hat auch eine Webseite mit FAQs zu COVID-19 angelegt. Hier wird unter anderem empfohlen, seine Reise flexible zu planen und beispielsweise stornierbare Flüge und Reservierungen vorzunehmen.

Elektronenmikroskopische Aufnahme von SARS-CoV-2 (eingefärbt). Quelle: Robert Koch-Institut