Ergebnisse der Umfrage zur neuen IFLA-Governance

Im Juni wurde auf diesem Blog über den Stand zum Entwurf und einer geplanten Umfrage zur neuen IFLA-Governance berichtet. Die Umfrage wurde vom 19. Juni bis zum 16. Juli durchgeführt, hat insgesamt 2655 Mitglieder einbezogen und eine Rücklaufquote von 29%. Der Zweck der IFLA-Umfrage bestand darin, die Mitglieder zu einem ersten, richtungsweisenden Feedback zu den Vorschlägen für eine neue  Führungsstruktur zu befragen und den Entwurf anhand der Ergebnisse weiter zu entwickeln.

Die Ergebnisse der Umfrage liegen nun vor. Gerald Leitner, IFLA-Generalsekretär, erklärt, dass es viel Zustimmung zu den bisherigen Vorschlägen gibt, jedoch auch weiteren Informationsbedarf. Es werden weitere Konsultationen in Form von Round Tables vor allem zur Diskussion über eine stärkere regionale Mitbestimmung folgen.

Weitere Informationen und die detaillierte Auswertung der Umfrage zum Download

IFLA-Generalversammlung am 5. November 2020 in Den Haag

Die Generalersammlung der IFLA wird in diesem Jahr im November in Den Haag stattfinden. Die Frist für die Aufnahme von Tagesordnungspunkten wird bis zum 3. August 2020 verlängert. Anträge für Beschlüsse müssen von bevollmächtigten Vertretern der Mitglieder vorgeschlagen und unterstützt werden.

Die formelle Einberufung zur Generalversammlung 2020 wird am Mittwoch, dem 5. August 2020 veröffentlicht und enthält Angaben zu Zeit und Ort der Versammlung, zur Tagesordnung und zu den Vorkehrungen für die Stimmrechtsvertretung. Aufgrund von möglichen Reise- und Versammlungsbeschränkungen während der Pandemie wird die Generalversammlung live übertragen.

Da die IFLA gesetzlich verpflichtet ist, eine Generalversammlung abzuhalten, wird die Versammlung unter Umständen auf ein anderes Datum verschoben, falls eine Durchführung aufgrund der Pandemie kurzfristig nicht möglich sein sollte.

Weitere Infos zur Ankündigung

Entwurf und Umfrage zur neuen IFLA-Governance: Mitglieder werden stärker einbezogen

Nach fast einjährigen Diskussionen, an denen der IFLA-Vorstand, Mitglieder und Freiwillige beteiligt waren, ist der Entwurf für eine neue Führungsstruktur als Grundlage für eine umfassendere, transparentere und effektivere IFLA-Organisation am 19. Juni veröffentlicht worden, der die inneren Strukturen der IFLA grundlegend verändern wird. Die aktiven Mitglieder der IFLA sollen in die weitere Entscheidung über den Entwurf im Rahmen einer Umfrage einbezogen werden.

Der Entwurf für die neue Organisationsstruktur spiegelt den Wunsch vieler Mitglieder nach mehr Transparenz, Effizienz und Zusammenarbeit, einer stärkeren regionalen Vertretung, größerer finanzieller und organisatorischer Nachhaltigkeit, vielfältigeren Beteiligungsmöglichkeiten und einer besseren Unterstützung für Freiwillige wider. Darin finden sich auch konkrete Vorschläge zu Änderungen im Governing Board, den Professional Committees, den Strategic Committees und zur Einrichtung eines neuen Regionalrates.

Eine Umfrage wurde am Montag, dem 22. Juni gestartet und läuft, bis Dienstag, den 14. Juli.  Aktive, die sich in den Standing Committees, Special Interest Groups und anderen Strukturen engagieren, erhalten einen personalisierten Link zur Umfrage.

Im August wird es eine Reihe von virtuellen offenen Foren für Verbesserungsvorschläge geben.

Hier geht es zum Entwurf: IFLA Governance Review Draft Proposal

Hier finden Sie eine kurze Präsentation der IFLA-Präsidentin Christine Mackenzie zum ersten Governance-Entwurf.

Weitere Informationen

 

ILFA-Mitglieder für stärkere Beteiligung

98% der IFLA-Mitglieder würden es befürworten, wenn künftig Resolutionen zu wichtigen Fragen entweder durch Sitzungen der Generalversammlung oder von allen Mitgliedern postalisch oder per elektronischer Abstimmung beschlossen werden könnten. Dies wurde im Rahmen einer Konsultativabstimmung aller stimmberechtigter IFLA-Mitglieder ermittelt, in der die Frage gestellt wurde: Stimmen Sie den vorgeschlagenen Änderungen der IFLA-Statuten zu, die sicherstellen sollen, dass bei wichtigen Entscheidungen in Zukunft die Stimme jedes Mitglieds zählt?

Nach den derzeitigen Regeln der IFLA wird eine Entscheidung zur Aktualisierung der Statuten jedoch nicht von den IFLA-Mitgliedern als Ganzes getroffen, sondern nur von den Mitgliedern, die auf der Generalversammlung im WLIC vertreten sind. Das IFLA-Präsidium befürwortet nun dieses Ergebnis. Eine verbindliche Abstimmung soll auf der Generalversammlung Ende diesen Jahres beschlossen werden.

Im Rahmen der Überarbeitung der IFLA-Strategie ist dies ein wichtiger Schritt hin zu mehr Mitbestimmung durch die Mitglieder.

In der Zwischenzeit arbeitet das IFLA Governing Board weiter an neuen Strukturen für den Verband. Im Juni wird eine Konsultation zu diesen Ideen eröffnet, um sicherzustellen, dass diese Vorschläge die Ansichten der Mitglieder und Freiwilligen am besten widerspiegeln.

Weitere Informationen im Brief des Generalsekretärs Gerald Leitner vom 19. Mai 2020

Videobotschaft von Christine Mackenzie: IFLA Governing Board arbeitet „remotely“ weiter

Coronabedingt hatte das IFLA Governing Board sein April/Mai-Treffen ins Cyberspace verlegt. Es war eine Herausforderung, Mitglieder aus acht Zeitzonen virtuell unter einen Hut bekommen. IFLA-Präsidentin Christine Mackenzie informiert über die Mailingliste der IFLA und in einer Videobotschaft, was auf der GB-Sitzung diskutiert wurde:

Die Governance Review zur Neugestaltung der IFLA-Strukturen hat zum Ziel, die IFLA transparenter, effektiver und offener für alle zu machen. Die Arbeitsgruppen werden virtuell an der Fertigstellung des Vorschlagsentwurfs arbeiten, der im Juni zur Beratung an die Mitgliedern geht. Es soll der Zeitrahmen für die Änderungen der IFLA-Statuten und -Geschäftsordnung sowie die Nominierungen und Abstimmungen für 2021-23 festgelegt werden.

Die Entscheidung über das Datum und die Modalitäten zur Generalversammlung wird das Präsidium bis zur ersten Julihälfte treffen. Dazu gehören die Vorlage des Jahresberichts und die Verleihung der IFLA-Awards sowie die Änderungen der Statuten.

Hinsichtlich der nächsten Termine und Orte für die Weltkonferenzen kam man überein, dass der Aufruf zur Einreichung von Kandidaten für die Ausrichtung des Kongresses 2023 auf später im Jahr verschoben wird, da die meisten sich primär mit den Auswirkungen der Pandemie auseinander setzen müssen.

Die Fertigstellung des aktuellen Trend Reports wurde durch COVID-19 erheblich beeinflusst. Es wird nach Wegen gesucht, diesen bis Ende des Jahres fertig zu stellen.

Während der Woche fanden auch andere Sitzungen statt – der Exekutivausschuss, der Finanzausschuss, der Beratende Ausschuss des Kongresses und der Fachausschuss. Der Fachausschuss erörterte die bevorstehende Einführung neuer Instrumente für IFLA-Onlineseminare, die hoffentlich besonders für die Fachabteilungen nützlich sein werden, damit trotz der Absage der WLIC in Dublin 2020 Informationen und Wissen ausgetauscht werden können.

IFLA: offener Brief an WIPO in Sachen COVID-19 und Urheberrecht

Angesichts der dringenden Notwendigkeit, die COVID-19-Pandemie zu bekämpfen, muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass die Gesetze und Praktiken im Bereich des Urheberrechts den Zugang zu relevanten Informationen nicht blockieren. Die IFLA hat in Zusammenarbeit mit ihren Partnern einen offenen Brief an den Generaldirektor der WIPO verfasst, um diesen Punkt zu unterstreichen und zum Handeln aufzurufen. Bisher haben über 312 Organisationen und Einzelpersonen diesen offenen Brief unterzeichnet.

Darin heißt es, dass die derzeit aufgrund der Pandemie geschlossenen Bibliotheken und Kultureinrichtungen weiterhin in der Lage sein müssen, den Zugang zur Unterstützung von Forschung, Bildung und den Zugang zur Kultur zu ermöglichen, um der Verbreitung von COVID-19 entgegenzuwirken. Die Gesetze und Rechtsprechungen im Bereich des Urheberrechts lassen dies jedoch nicht unbedingt zu. Zwar hat es viele positive Initiativen von Verlegern gegeben – oft als Reaktion auf Anfragen von Bibliotheken -, doch decken diese nicht alle Bedürfnisse oder Bedarfsfälle ab.

Der Appell betont die Notwendigkeit, dass die Mitgliedstaaten die bestehenden Flexibilitäten nutzen, um die Nutzung von Werken im öffentlichen Interesse zu erleichtern, dass die Rechteinhaber die erforderlichen Genehmigungen für die Nutzung erteilen und dass Schritte unternommen werden müssen, um die Forschung und Entwicklung zu unterstützen.

Der Brief kann von interessierten Organisationen und Einzelpersonen noch unterzeichnet werden.

Quelle / weitere Informationen

 

IFLA will offener und engagierter werden

Eine neue Zeit braucht neue Strukturen. Das Präsidium der IFLA hat bei seiner Sitzung am 10. und 11. Dezember 2019 Grundsätze für die Restrukturierung der IFLA formuliert. Es geht darum, bessere Möglichkeiten für das Engagement zu schaffen. Die neue Strategie der IFLA markiert einen Neuanfang: Die IFLA-Strategie 2019-24 ist die Grundlage für eine neue Phase in der Entwicklung der IFLA und des globalen Bibliotheksbereichs insgesamt. Die Global Vision verdeutlicht die Prioritäten und Interessen der Bibliotheks- und Informationsfachleute weltweit. So heißt es in einer Erklärung von Gerald Leitner (IFLA-Generalsekretär), die IFLA wolle offener und engagierter werden. Gleichzeitig soll die derzeitige Governance effizienter, effektiver und transparenter gestaltet werden.

Es soll auch neue und vielfältige Möglichkeiten geben, sich professionell und freiwillig zu engagieren und dafür Anerkennung zu finden. Beteiligung sollen auf alle Weltregionen und alle Karrierestufen ausgedehnt werden, damit die IFLA ihr Potenzial als globale Bibliotheksorganisation ausschöpfen kann. Dies sei eines der zentralen Ziele für die Zukunft.

Dies könne nur mit Beteiligung und unter Einbeziehung der Mitglieder geschehen. Durch die Mitgliederbefragung im Oktober 2019 und eine weitere Konsultation im März 2020 können Ansichten hierzu direkt formuliert werden. Auf der Grundlage dieses Feedbacks soll ein Entwurf für alle notwendigen  Änderungen an den IFLA-Statuten entstehen. Sobald dies fertig ist, werden alle Mitglieder per Post und Online-Abstimmung um Ihre Zustimmung gebeten.

We are IFLA: Neue Strategie 2019-2014 der IFLA vorgestellt

Als Ergebnis eines zweijährigen globalen und partizipativen Prozesses und einer Mitgliederbefragung des internationalen Bibliotheksverbandes IFLA wurde auf dem Weltkongress 2019 in Athen die neue IFLA Strategie 2019-2024 vorgestellt. Mit den vier Tätigkeitsfeldern Inspirieren, Engagieren, Ermöglichen und Verbinden verfolgt der internationale Bibliotheksverband seine Vision: ‚Our Vision is a strong and united library field powering literate, informedd and participative societies‘. Nun steht die Umsetzung auf der Agenda.IFLA Strategy 2019-2024

Offener Brief von IFLA, EBLIDA, PL 2020 zum Start der EU-Ratspräsidentschaft in Bulgarien

In einem offenen Brief an die bulgarische Regierung, die seit Januar die Präsidentschaft des Ministerrats der Europäischen Union übernommen hat, unterstreicht  IFLA-Generalsekretär Gerald Leitner, wie Bibliotheken sozialen Zusammenhalt aufbauen, das Potenzial digitaler Technologien nutzen und Kultur für alle fördern können. Das Motto der Präsidentschaft – United We Stand Strong – ist geeignet auch für eine Bibliotheksgemeinschaft, die gemeinsam ein gerechteres Europa aufbauen will. Der Brief, ebenfalls unterzeichnet von EBLIDA und Public Libraries 2020, hebt die Möglichkeiten hervor, die die Europäische Union hat, um die Situation der Bibliotheken zu verbessern: Einbindung in die Haushaltsplanung, Urheberrechtsreformen,  Zugang zu Fördermitteln für die Wi-Fi-Konnektivität.