Die IFLA in Deutschland |
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Das IFLA-Nationalkomitee
Wichtiger Hinweis:
In dem untenstehenden Grundsatzpapier zur IFLA-Arbeit in Deutschland wird das Deutsche Bibliotheksinstitut (DBI) an zwei Stellen genannt. Bitte beachten Sie, daß die unter "Output" erwähnte IFLA-Ecke nicht mehr auf dem DBI-Server existiert, sondern hierfür nun die Website "Die IFLA in Deutschland" auf dem Server der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz zur Verfügung steht. Weiterhin wird die Aufgabe des Sekretariats des IFLA Nationalkomitees von der Stelle Internationale Koordination beim Kompetenznetzwerk für Bibliotheken wahrgenommen. Seit der Umbenennung der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB)lautet die korrekte Bezeichnung im Text BID (Bibliothek & Information Deutschland-Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheks- und Informationsverbände e.V.). Die Aufgaben des IFLA-Nationalkomitees vgl. Fuchs, Heinz: Grundsatzpapier zur IFLA-Arbeit in Deutschland. - in: Bibliotheksdienst 32(1998)7, S. 1193-1196. Das IFLA-Nationalkomitee hat sich auf den Sitzungen am 3. Dezember 1997 und am 4. Februar 1998 intensiv mit der Frage beschäftigt, wie die deutsche IFLA-Arbeit noch effektiver gestaltet werden kann. Hierbei kommt es vor allen Dingen auf die Verbesserung des Transfers von Wissen, Erfahrungen und konkreten Arbeitsergebnissen aus dem internationalen Bereich der IFLA in das nationale bibliothekarische Umfeld und umgekehrt an. Mit anderen Worten, wie können wir möglichst optimal von der internationalen Bibliotheksarbeit der IFLA profitieren, aber auch, wie können wir als deutsche Bibliothekare mit unseren Erfahrungen, Sichtweisen und Arbeitsergebnissen einen interessanten Beitrag leisten und uns international besser einbringen? Die Hauptakteure auf diesem Feld und diejenigen, die die eigentliche Sacharbeit leisten, sind unsere Mitglieder in den Sektionen und Gesprächskreisen (Round Tables) der IFLA und, falls wir einen Sitz erhalten, auch unsere Vertreter in den Leitungsgremien, dem Professional und Executive Board. Sie erfüllen eine Mittlerfunktion zwischen dem internationalen und nationalen Bibliothekswesen und sind für den Transfer von Informationen in beiden Richtungen verantwortlich. Die IFLA hat ihre Anforderungen an die Mitglieder und Funktionsträger in den Sektionen und Gesprächskreisen festgelegt. Das Nationalkomitee hat nun seinerseits versucht, für die oben beschriebenen Zwecke die Rolle und Aufgaben der Mitglieder in den Fachgremien und auch die des Nationalkomitees, eines weiteren Hauptakteurs, näher zu definieren. Die deutschen Vertreter in den Sektionen und Gesprächskreisen haben somit folgende Hauptaufgaben zu leisten: Input Sie bringen ihre Expertenkenntnisse in die Sacharbeit ein und beteiligen sich aktiv am Programm ihrer Fachgruppe. Sie informieren sich über relevante deutsche Arbeiten und deren Ergebnisse, z. B. aus den DBI-Kommissionen, den Arbeitsgruppen der bibliothekarischen Verbände, den DFG-Unterausschüssen, Projekten usw. Sie gewinnen (wenn es sinnvoll erscheint) Experten aus solchen Gremien und Projekten für einen Vortrag bei der IFLA-Konferenz. Output Sie stellen ihre Sektion/ihren Gesprächskreis, das jeweilige Mittelfristige Programm, den Newsletter und andere Publikationen der bibliothekarischen Öffentlichkeit vor. Sie berichten über die Veranstaltungen ihrer Fachgruppe während der IFLA-Konferenz unter besonderer Berücksichtigung der Ergebnisse, die für das deutsche Bibliothekswesen von Interesse sein könnten. Sie bedienen sich hierzu der bibliothekarischen Fachzeitschriften (z. B. Bibliotheksdienst, Buch und Bibliothek und Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie) und der elektronischen Informationskanäle (z. B. IFLA-Ecke auf dem DBI-Server). Sie halten sich allgemein über neue Entwicklungen innerhalb der IFLA (durch Konsultation von IFLA Journal, IFLANET, IFLA-L) auf dem laufenden. Sie bringen sich in Fachveranstaltungen, auf Tagungen und Kongressen u.a. der bibliothekarischen Verbände mit ein. Sie stellen den Kontakt zu nationalen Fachgremien her und informieren über die einschlägige IFLA-Arbeit. Sie leisten einen Beitrag zur Übersetzungsarbeit von fremdsprachlichen Texten ins Deutsche. Alle genannten Aktivitäten sollen von den Mitgliedern der Sektionen und Gesprächskreisen selbständig und in eigener Verantwortung durchgeführt werden. Es ist jedoch aus Gründen der Information und evtl. Koordination wichtig, daß, das Nationalkomitee hiervon erfährt. Ansprechpartner sind die beiden Vorsitzenden. Ein weiterer Hauptakteur in der deutschen IFLA-Arbeit bildet das IFLA-Nationalkomitee. Seine Rolle und Aufgaben sollen wie folgt definiert werden: Es koordiniert und fördert das deutsche Engagement in der IFLA und berät über Fragen mit grundsätzlichem oder berufspolitischem Charakter. Es ist verantwortlich für eine langfristig angelegte Personalpolitik, um eine angemessene deutsche Vertretung in den IFLA-Gremien zu sichern. Es versucht jüngere Kolleginnen und Kollegen für die IFLA-Arbeit zu interessieren und baut sie systematisch auf. Es ruft zu Bewerbungen für die Mitgliedschaft in den Sektionen und Gesprächskreisen auf, sammelt diese und trifft eine Auswahl aus den Bewerbungen. Es kümmert sich um eine Nominierung der ausgewählten Kandidatinnen und Kandidaten. Hierbei wird es vom Sekretariat des Nationalkomitees unterstützt. Die Mitglieder des Nationalkomitees vertreten die Interessen ihrer Mitglieder, insbesondere der deutschen IFLA-Mitglieder bzw. ihrer Institution/ihres Verbandes. Sie beteiligen sich an der Diskussion und stimmen bei Entscheidungen mit ab. Einzelheiten werden durch die Regularien der Arbeit des Nationalkomitees geregelt. Der/die Vorsitzende bzw. der/die Stellvertretende Vorsitzende repräsentiert das IFLA-Nationalkomitee, dient in Absprache mit dem BDB-Sprecher/der BDB-Sprecherin als Ansprechpartner und Vermittler bei Fragen hinsichtlich deutscher IFLA-Aktivitäten, vermittelt als Kontaktperson bei Anfragen des IFLA-Generalsekretariats, hält Verbindung zu den Nationalkomiteemitgliedern und den Vertretern in den Sektionen und Gesprächskreisen, lädt zur Nationalkomiteesitzung ein und leitet diese, verschickt die Tagesordnung und das Protokoll der Nationalkomiteesitzung an die Sitzungsteilnehmer, die deutschen institutionellen und Verbandsmitglieder sowie die Vertreter in den Sektionen und Gesprächskreisen, berichtet auf Tagungen, in Gremien und in den Fachzeitschriften über generelle Entwicklungen in der IFLA, Die Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände mit ihren Mitgliedsverbänden unterstützt die deutsche IFLA-Arbeit durch ihre aktive Mitgliedschaft in der IFLA, durch die Repräsentanz des deutschen Bibliothekswesens auf den IFLA-Konferenzen, durch die Berücksichtigung von IFLA-orientierten Programm- und Ausstellungsanteilen auf den Deutschen Bibliothekskongressen der BDB und den Jahrestagungen ihrer Mitgliedsverbände, durch die Berichterstattung von IFLA-Aktivitäten ihrer Verbandsvertreter. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt dankenswerterweise die deutsche IFLA-Arbeit durch eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 50 Prozent am Mitgliedsbeitrag der deutschen Bibliotheksverbände, die Organisation der Nationalkomiteesitzung, die Vergabe von Reisekostenzuschüssen für die im auß,ereuropäischen Ausland stattfindenden IFLA-Konferenzen. Das Sekretariat des IFLA-Nationalkomitees beim DBI ist insbesondere zuständig für die Planung und organisatorische Durchführung entsprechender Angaben des Grundsatzpapiers zur IFLA-Arbeit in Deutschland, die Präsentation der deutschen IFLA-Aktivitäten im Internet, die Mitgliederwerbung, die Koordinierung der Nominierungsverfahren, die Beantragung und Verwaltung von Geldern für die Teilnahme an IFLA-Konferenzen, die Berichterstattung der Tätigkeit des IFLA-Nationalkomitees, die Führung und Versendung von Protokollen der Sitzungen des IFLA-Nationalkomitees. Für das IFLA-Nationalkomitee Dr. Heinz Fuchs, Vorsitzender Regularien für die Arbeit des IFLA-Nationalkomitee, 1998 |
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| Aktueller Stand: 17.07.2006 | ||||
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